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Scaffolding

10. Mai 2011 | Autor: Bruno | abgelegt in Psychologie

Der Aufsatz The role of tutoring in Problem solving (D. Wood, J. Bruner & G. Ross, 1976) beschäftigt sich mit the means whereby an adult or “expert” helps somebody who is less adult or less expert.

Über die Rolle des Tutors, genauer, die Art und Weise wie einer folgreicher Tutoring-Prozess abläuft,  schreiben die Autoren:

More often than not, it involves a kind of “scaffolding” process that enables a child or novice to solve a problem, carry out a task or achieve a goal which would be beyond his unassisted efforts. This scaffolding consists essentially of the adult “controlling” those elements of the task that are initially beyond the learner’s capacity, thus permitting him to concentrate upon and complete only those elements that are within his range of competence.

Dieser harmlose Satz sowie der augenfällig vernünftige Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe veranlasste Nachfolgende, daraus eine ganze Theorie zu basteln, die Theorie des Scaffolding. Mehr dazu etwa hier.

Und so spricht man heute an manchen Stellen von Coaching und Scaffolding.

Welch  herrlich doppelbödige Bezeichnung.

Hier die Erläuterung aus dem Grimmschen Wörterbuch:

SCHAFFOT, n. schau-, blutgerüst, auch schafott, schafot, schaffott, in
älterer zeit
schavotgeschrieben, aus franz. échafaud, der
genauen entsprechung von ital.
catafalco. Diez4 92. selten
im allgemeinen sinne von schaugerüst …

sonst blutgerüst: darauf ward er (Karl I.) am 10. januarii nacher nach dem schavott auf Tourhill gebracht, und endigte daselbst sein leben.

The coach was scaffolding his client.