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Archiv für April, 2011

Limericks und Klapphornverse

30. April 2011 | Autor: Trotzki | abgelegt in Töne

so stolpert man kurz vorm Gang über den Blocksberg über die ein oder andere Blödelei aus den seligen 1960 und 70er Jahren – als unsere Probleme noch ganz andere waren.

Schobert und Black (nur Ton):

gez. Trotzki

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Tanzmaus

Neues aus Waldhagen: 55GWh/a erneuerbare Energie für Waldhagen!

29. April 2011 | Autor: viktor | abgelegt in Waldhagen

Waldhagens Bürgermeister hat im letzten Jahr vorgegeben, dass in spätestens 10 Jahren die Gemeinde selbst so viel Energie erzeugen solle wie sie verbraucht.

Was heißt das?

Betrachten wir hier nur die privaten Haushalte. Wenn man sich über die Einwohneranzahl von Waldhagen informieren möchte, so findet man beim Hessischen Statistischen Landesamt die Zahl 6.617 (Stand 31.12.2009). Gehen wir also von 6.617 Einwohnern aus.

Das Statistische Bundesamt gibt in seinem jährlich erscheinenden Report UGR (Umweltökonomische Gesamtrechung) 2010 die Auskunft, dass im Durchschnitt pro Jahr eine Person einen Energieverbrauch im Bereich Wohnen von rund 8.327 kwh hat.

Nun ist die Rechnung einfach: 6.617 Einwohner x 8.327kwh ergibt 55.099.759kwh/a , also 55 GigaWatt-Stunden pro Jahr.

Das ist das von Bürgermeister vorgegebene Ziel: 55GWh/a im Bereich der Gemeinde Waldhagen zu erzeugen.

Wir wünschen dem Bürgermeister und wir wünschen für Waldhagen, dass er dazu die aktive Unterstützung der neuen, am 27. März 2011 gewählten Gemeindevertretung erhält.

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Tanzmaus

Für Leonie

26. April 2011 | Autor: admin | abgelegt in about Viktor

… wie gesagt, das ist Viktors Blog. Das klare Geradeaus-Schreiben liegt ihm wohl eher nicht. Man sollte ihn so nehmen wie er ist. Mehr…

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Riesen auf den Schultern von Zwergen

25. April 2011 | Autor: viktor | abgelegt in Allgemein

Verstört hat womöglich das Bild von den Zwergen auf den Schulter von Riesen im Zusammenhang mit der Heineschen Bemerkung, dass es kein Plagiat in der Philosophie gäbe (vgl die Bemerkungen über die Herren Valentin und Gernhardt).

Bruno hat es in seinem Kommentar auf den Punkt gebracht: Die Natur kennt kein Copyright. Da wird gnadenlos abgeschrieben und Neues geschaffen indem man Altes kopiert, ein wenig verändert und neu zusammensetzt. Mutationen eben. Da fragt niemand nach korrekten Zitaten. Allerdings braucht die Natur auch keinen Doktortitel.

Dem mittelalterlichen Menschen schien das Ausmaß der in seiner Zeit gewonnenen Einsichten gering zu sein gegenüber dem was vorher schon geschaffen worden war. Vieles ging beim Brand der Bibliothek in Alexandria verloren oder kam sonstwie abhanden. Voller Ehrfurcht schaute man auf die Riesen der Vergangenheit, insbesondere die griechischen Riesen Platon, Sokrates und Aristoteles. Daher sah man sich selbst als Zwerg, aber auf den Schultern von Riesen stehend.

Der Mensch des 21. Jahrhunderts hat mit dem Bild so seine Schwierigkeiten. Die atemberaubende Entwicklung der letzten Jahrzente kehrt ihm das Bild um. Manche sehen sich wohl gerne als Riesen, auf den Schultern von Zwergen stehend.

Und wer von Zwergen abschreibt, der braucht kein korrektes Zitat. Ist doch klar, oder?

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Tanzmaus

Ostermärsche 2011

22. April 2011 | Autor: viktor | abgelegt in Allgemein

Man könnte den Eindruck haben, dass die Zeit der Kriege vorbei wäre. Die Friedensbewegung und die Anti-Atomkraft Bewegung rücken näher zusammen, so ist zu hören. Erfreulich ist das.

Aber, wo bleibt der Aufschrei über Afghanistan? Nichts ist gut in Afghanistan – das kann nicht oft genug wiederholt werden. Ebenso: Nichts ist gut in Libyen. Bisher hat noch fast  jeder Krieg mit humanitären Floskeln begonnen und letztlich doch nur das Leid vergrößert.

Zu Ostern darf und muss es gesagt werden: Wir sollten froh sein um jeden Krieg, in den wir uns nicht hineinziehen lassen.

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Tanzmaus

Wozu etwas wissen, wenn es im Internet steht?

15. April 2011 | Autor: viktor | abgelegt in Allgemein

Was wissen wir, was können wir wissen?
Gerne beginnt man die Diskussion der epistemologischen Grundlagen bei Platon und Aristoteles. Für Platon gibt es Wissen, dass nicht durch unsere Sinneswahrnehmungen erklärt werden muss. Aristoteles unterscheidet zwischen theoretischem Wissen als Ergebnis des Denkens und praktischem Wissen, das aus der Erfahrung herkommt.

Wissen kann an zukünftige Generationen weitergegeben werden. Sei es durch Lagerfeuergeschichten, durch Ammenmärchen, durch genetische Disposition oder auch schriftlich und seit ein paar Jahrzehnten auch durch die sogenannten neuen Medien, allen voran das Internet.

Noch aus der Vor-Internetzeit stammt ein Bonmot von Umberto Eco, der sagte, dass er sich im Mittelalter besser auskenne als in der Jetzt-Zeit. Das Mittelalter kenne er aus erster Hand (damit bezog er sich auf die überlieferten Quellen), wohingegen das Heute lediglich durch das Fernsehen zugänglich sei.

Fernsehen hat an Bedeutung verloren. Gedrucktes hat an Bedeutung verloren. Das Internet ist der allgegenwärtige Wissensträger. Hieß es früher, dass das Sein das Bewusstein präge, so gilt nun die Devise, dass die virtuelle Welt das Sein prägt. Versuchen  Sie einmal einem Lastwagenfahrer zu erklären, dass er sich auf einem Waldweg befindet wenn ihm sein Routenplaner eine Durchgangsstraße versprochen hat.

Nicholas Carr, ein trendy Autor und Sich-Gedanken-Macher, beschreibt die eine Seite der sich daraus ergebenden Konsequenzen in seinem Büchlein mit dem Untertitel What the Internet is doing to our Brains. Man vermutet zu Recht: nichts Gutes. Jedenfalls auf den ersten Blick.

Wenn uns Wissen allgegenwärtig extern zur Verfügung steht, so brauchen wir uns selbst damit nicht zu belasten. Bei Stromausfall sind wir halt dumm wie Bohnenstroh und wissen nicht einmal mehr, woher diese Floskel kommt.

Der Paradigmen-Wechsel ist offensichtlich. Nicht was ich aktuell weiß ist wesentlich, sondern was ich mir zügig aneignen kann. Und das ist potenziell so gut wie alles. Gunter Dueck, ebenfalls ein trendy Sich-Gedanken-Macher, aber weitaus scharfsinniger und spöttischer als manch anderer, sieht Chanchen. Nicht mehr der Technokrat mit seinem Faktenwissen sei entscheidend, denn das Faktenwissen gäbe es im Internet. Dueck sieht soziale Fähigkeiten wie “Empathie”, das Sich-Einfühlen-Können, mehr und mehr in den Vordergrund treten. Unterhaltsam, provokant sowie zum Nachdenken anregend:

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Tanzmaus

Karl Valentin und Robert Gernhardt zur Inflation der Dissertationen

3. April 2011 | Autor: viktor | abgelegt in Allgemein

PLAGIAT, n., aus franz. plagiat m., literarischer diebstahl, so das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm im Siebenten Band, 1889 in Leipzig erschienen.

Als Textbeispiel wird ein Satz von Heinrich Heine aus seinem Dritten Buch zur Geschichte der Religion & Philosophie in Deutschland (geschrieben zu Paris, im Monat Dezember 1834) angeführt:

“Die Italiener behaupten, Herr Schelling habe dem alten Bruno seine besten Gedanken entlehnt und sie beschuldigen ihn des Plagiats. Sie haben unrecht; denn es gibt kein Plagiat in der Philosophie.”

… denn es gibt kein Plagiat in der Philosophie. Wir sind Zwerge auf den Schultern von Riesen, so lautet ein mittelalterliches Bild.

Die gegenwärtige Debatte um Plagiate in Dissertationen zeigt vor allem eines deutlich: eigentlich interessiert sich niemand für die Inhalte. Niemand mag das lesen. Oft nicht einmal die Gutachter. Erst seit dem jeder Lesen Programmen überlassen kann, zum Beispiel mit PlagScan, erlangen manche Dissertationen eine gewisse Beachtung – sofern die Verfasser hinreichend bekannt sind. Da die Inhalte belanglos sind, wird auf die Form geschaut.

Um 1900 lag die Anzahl der Promotionen in Deutschland bei etwa ein Tausend pro Jahr. Mitte der 1970er Jahre waren es bereits mehr als zehn mal soviel. Derzeit kommen jährlich 25 Tausend neue Promotionen pro Jahr hinzu. Karl Valentin hat es so ausgedrückt: “Es ist schon alles gesagt, nur nicht von allen”.

Inflation führt zu Entwertung. Nicht nur beim Geld. Auch bei Dissertationen. Deshalb geht es vor allem darum, die Form zu wahren. Wie bei einem Sonett.

Der Spötter Robert Gernhardt hat sich in seinem Sonett Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs mit dieser Thematik auseinandergesetzt (vergleiche dazu Klaus M. Rarischs Anti-Sonett), etwa so:

Dass wer den Mut hat, heute noch so’n dumpfen Scheiß zu bauen; allein der Fakt, daß so ein Typ das tut, kann mir in echt den ganzen Tag versauen.

PS: ganz vergessen wollen wir freilich nicht, dass es durchaus auch Dissertationen gibt, die einen eigenständigen und wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung leisten, von solchen ist in diesen Tagen in der Öffentlichkeit nun aber ganz und gar nicht die Rede.

 

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Tanzmaus

Die Ethik des Restrisikos

2. April 2011 | Autor: viktor | abgelegt in Allgemein

Es ist das Restrisiko, dass uns gegenwärtig Kummer bereitet. Eigentlich ist es doch so klein, eben höchst unwahrscheinlich. Und nun ist es doch eingetreten. Wie unangenehm.

Lottospieler sehen das anders. Sie kennen sich aus mit dem Restrisiko. Etwa 1 : 140 Millionen beträgt die Wahrscheinlichkeit, beim Lotto den Jackpott zu knacken um, sagen wir einmal, 20 Millionen Euro zu gewinnen. Also recht unwahrscheinlich, oder?

Alles theoretischer Kram, denken viele und spielen regelmäßig beim Lotto mit. Wir hoffen auf das unwahrscheinliche Ereignis, den Jackpot zu unseren Gunsten. Wir hoffen auf das Restrisiko. Entweder wir verlieren, wie gewöhnlich jeden Samstag aufs Neue, dann ist der gesamte Wetteinsatz verloren. Oder aber wir gewinnen. Und dann sind wir stolze Besitzer von 20 Millionen Euro und alles ist auf einmal anders.

Genau so ist es mit dem Restrisiko von Atomkraftwerken bestellt. Nur halt ein bisschen spiegelverkehrt.

Jeder Lottospieler weiß, dass das Unwahrscheinliche möglich ist. Wir haben es gewusst. Wenn wir den atomaren Jackpot zugereicht bekommen, dann ist alles auf einmal ganz anders. Das ist es, was wir in Tschernobyl gesehen und dann beinahe wieder vergessen hatten und was uns Fukushima erneut schmerzlich vor Augen führt.

„Die neue Nachdenklichkeit“ überschreibt das Handelsblatt seine Ausgabe vom 18./19, März 2011 und zitiert darin eine bemerkenswerte Aussage von Franz Fehrenbach, seit 1. Juli 2003 Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH: „Wir müssen in Zukunft davon ausgehen, dass Restrisiken auch eintreten. Und wir müssen uns die Tragweite dieser Restrisiken bewusst machen vor jeglicher neuen Technologie-Einführung.“

Wir Lottospieler können ihm da nur zustimmen, wir wissen, dass der Jackpot unwahrscheinlich aber möglich ist.

Das Handelsblatt beschließt seinen Artikel über die neue Nachdenklichkeit mit einem Verweis auf den 1903 in Mönchengladbach geborenen und 1993 in New York verstorbenen Philosophen Hans Jonas:

Eins steht fest: Von dem Werk des Philosophen Hans Jonas, der im Harrisburg Jahr 1979 das Buch „Das Prinzip Verantwortung“ veröffentlichte, können wir immer noch viel lernen. Jonas entwickelte eine Ethik für das Zeitalter der Großtechnologien. Sein Kernsatz: „Handle so, dass die Wirkungen Deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“.

Die Anleihe am Kantschen Imperativ ist unübersehbar und gewollt.

Das ist die Ethik des Restrisikos: dass die Frage, ob wir ein Restrisiko eingehen sollten oder nicht, eben keine technisch-naturwissenschaftlich-mathematische Frage nach der Größe des Restrisikos ist, sondern eine ethische Frage, die sich nicht mit einem Taschenrechner beantworten lässt.

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Neues aus Waldhagen – wieder entdeckt

1. April 2011 | Autor: Trotzki | abgelegt in Waldhagen

Neues aus Waldhagen, angestaubte Jahrgänge erinnern sich vielleicht an die erfolgreiche Schulfunkserie der Nachkriegszeit.

Neuere Untersuchungen zeigten, dass das originale Waldhagen eigentlich in Hessen liegt und seinerzeit nur nach Norddeutschland verlegt wurde, um womöglich peinlich wirkende Berichte in den Bereich der Fiktion weisen zu können.

Die Mitarbeiter von Viktors Blog und Co. sind übereingekommen, ab und an aus dem Original zu berichten. Zumal mit dem heutigen Tag dort eine neue Wahlperiode begonnen  hat. Zur Orientierung die neuen Verhältnisse der Waldhagener Gemeindevertretung.

Da ist zunächst die G-Fraktion, die zuletzt im vergangenen Jahrtausend angetreten war und nun ein erfolgreiches Comeback hingelegt hat mit 3 Vertreterinnen. Herzlichen Glückwunsch! Wir können unsere nicht nur klammheimliche Freude kaum bezähmen, obwohl unsere bloggerische Unparteilichkeit eigentlich etwas mehr Distanz geböte.

Die F-Fraktion ist mit 6 Mitgliedern vertreten. Es herrscht ein wenig Trauer darüber, dass gegenüber der Vorperiode 3 Mandate verloren gingen.

Die C-Fraktion errang 7 Mandate, eines weniger als vorher. Die S-Fraktion hingegen errang ein Mandat hinzu und ist nun mit 11 Mandaten ausgestattet.

Eine interessante Konstellation: SF benötigt für Mehrheiten mindestens eine andere Fraktion. Die drei kleinen Fraktionen hingegen könnten auch Dinge vorantreiben.

Mal schauen wie sich die Dinge entwickeln. Für Waldhagen hoffen wir, dass es eine konstruktive Wahlperiode wird. Die großen Themen sind wohl Kinder und Jugendliche, Energiewende sowie Haushaltskonsolidierung.

gez. Trotzki

 

 

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about Viktor

1. April 2011 | Autor: admin | abgelegt in about Viktor

Dies ist Viktors Blog und einiger anderer. Deswegen Viktors Blog und Co. Mehr…

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